VIVA LAS VEGAS

 
21.02.2017


 
 


Die Stadt die niemals schläft hat noch deutlich mehr zu bieten, als nur Hotels, Shows und Zockertempel. Es gibt auch einige legendäre und spannende Achterbahnen in der Wüste Nevadas zu entdecken. Im April führt uns unser Weg wieder dorthin und vorher wollen wir wissen, was uns erwartet.

Knapp über 600.000 Einwohner leben in der Wüstenstadt Las Vegas. Jedem bekannt als das Spielerparadies, dem Ort wo es keine Regeln gibt und das Motto "What happens in Vegas - stays in Vegas" zelebriert wird. Nacht für Nacht steigen hier die besten Shows der Welt, werden die besten Partys gefeiert und manch einer kommt verheiratet wieder zurück in sein vielleicht biederes Restleben.  Für viele Menschen gehört auch der Thrill zum Entertainment dazu und wenn diese Stadt eins kann, dann ist es Entertainment.

Das größte Freizeitparadies ist der "Adventure Dome" im Hotel Circus Circus. Für all diejenigen, die noch nie dort waren, die Hotels haben hier etwas andere Dimensionen, als man es vielleicht aus Städten wie Berlin oder Frankfurt kennt.

 

 

 

Erlebnis und vor allem Thematisierung haben hier einen unglaublichen Stellenwert und man muss sich immer wieder gegenseitig übertreffen, um die Gunst der Touristen zu erhalten. Schließlich möchte man ja, dass im hoteleigenen Casino gezockt wird und da lassen sich die Geschäftsleute mächtig was einfallen. Aber zurück zum "Adventure Dome".

Drei Achterbahnen und jede Menge weitere Attraktionen auf einer Fläche von 3,3 Hektar (entspricht etwa 4,7 Fussballfeldern!) bieten Spaß für alle Altersklassen. Der Eintritt ist frei, doch muss man die Attraktionen selbstverständlich einzeln vor Ort bezahlen.

Die Kinderachterbahn "Miner Mike" von Wisdom Rides war 1994 der zweite Coaster auf dem Areal und erfreut sich zumindest bei den kleinen Gästen großer Beliebtheit. Der erste Ride auf Schienen war ein Jahr zuvor der "Canyon Baster". Im Prinzio ein stinknormaler und mittlerweile in die Jahre gekommender Looping-Stahlcoaster. Doch immer wieder muss man sich ja vor Augen halten, dass man sich innerhalb eines Hotelkomplexes befndet. Der "Blaster" gehört auch noch immer zu den Besonderheiten in Sachen Achterbahnen, wenn man Las Vegas auf diese Art erleben möchte. Einsteigen bitte:


 

Komplettiert wird das Achterbahn-Angebot durch einen relativen Neuling. "El Loco" steht seit 2014 den Besuchern zur Verfügung und ist ein eher familientauglicher Ride mit engen Kurven und plötzlichen kleinen Drops.

Wer nicht unbedingt seine Kinder durch Zockerhallen mit Achterbahnen in Verbindung bringen möchte, der kann mit seinem Nachwuchs die Kartbahn "Las Vegas Mini Grand Prix" besuchen. Speziell für Kinder gibt es hier jede Menge Kart-Erlebnisse und auch eine Mini-Achterbahn mit dem Namen "Dragon Coaster". Hat nichts mit dem Thema zu tun, aber das stört nur am Rande. Wir sind in Vegas und das ist ja eben auch (fast) alles erlaubt.

 

Das wohl bekannteste aktive Stahlungetüm ist die Achterbahn am, im und um das Hotel "New York New York". TV-Berichte, Postkarten und vieles mehr weisen auch in der restlichen Welt immer wieder auf das Abenteuer Las Vegas in Kombination mit dem Thrill dieser Achterbahn hin. Der "Big Apple Coaster" trug zuvor den schlichten Namen "Roller Coaster" oder zu Beginn seiner Karriere im Jahr 1997 "Manhatten Express". 1.456 Meter Schienensystem, ca. 62 Höhenmeter und dazu eine maximale Geschwindigkeit von 107,8 km/h machen ihn zur Wüsten-Hauptattraktion. Eine Pflicht für jeden Vegas-Gast und für jeden Achterbahn-Fan sowieso.

 

 

Wir haben vor einigen Jahren bereits das Vergnügen mit dieser Bahn gehabt und leider muss man sagen, dass das Vergnügen sich in Grenzen hielt. Es ist eine echt klapprige Bahn und verpasst schon echte Ohrfeigen durch die unangenehmen Schulterbügel. Dennoch, es ist DIE Bahn von den Postkarten und über Schmerzen kann man hinterher jammern.

 

Viele Coaster-Legenden haben es leider nicht mehr geschafft existent zu bleiben und somit werden auch wir nicht mehr in den Genuss z.B. eines "High Rollers" zu kommen. Für viele Vegas-Laien ist genau diese Achterbahn nämlich so etwas wie das Wahrzeichen gleich nach Elvis und den einarmigen Banditen. Die Frage: "kennst du die Bahn oben auf dem Turm" wurde uns schon gefühlte 100.000 Mal gestellt. Seit dem 30. Dezember 2005 gibt es die Schienen in 900 Fuß Höhe schon nicht mehr und obwohl immer mal wieder Gerüchte zu einem Relaunch aufkamen, so ist die Hoffnung nach so vielen Jahren verschwindend gering geworden. Zum Glück gibt es das Geschichtsbuch namens YouTube:

 

 

 

Aber auch andere Bahnen in der Vergangenheit waren durchaus ein Abenteuer wert. "Speed - The Ride" im Nascar Café (Hotel Sahara) fiel dem Bagger 2011 zum Opfer...

 

 

...und "Lightning Bolt" im legendären MGM schaffe es nur von 1993 bis 2000 seine Bahnen zu ziehen. Noch viel älter und nur noch von Erzählungen bekannt, war die einzige Vegas-Holzachterbahn "Roller Coaster" (im damaligen Funland). Vermutlich hat nicht mal Elvis Presley die Bahn erleben können, denn sie war nur in den Jahren 1954 bis 1955 aktiv. 

 

Zum Schluß haben wir aber noch einen absoluten Geheimtipp. Alle Freunde der großen Hyper-Maschinen können tatsächlich kurz aufatmen. Vor den Toren von Vegas, genauer gesagt im "Buffalo Bill´s Resort & Casino" gibt es "Desperado". Die schon 1994 erbaute Achterbahn von Arrow Dynamics steht plötzlich einfach so rum und bietet einen beeindruckenden Anblick. Das kleine Örtchen Primm in Nevada liegt direkt an der Interstate 15 mitten in der Mojave-Wüste. Bis 1996 war "Desperado" sogar die höchste Achterbahn der Welt und zwar "nur" mit 69 Metern. Für die damalige Zeit ein Höllenabenteuer. Wer also auf dem Weg in die Welthauptstadt der Spieler ist, der sollte Zeit für das Resort einplanen und einen Ritt auf der Achterbahn wagen.

 

 

In diesem Sinne.. VIVA LAS VEGAS!

 




 
 
 
Quelle: CJG
Text: CJG Marco
Bilder: MGM, New York New York Resort, Primm Valley Resorts, Circus Circus, CJG
Videos: YouTube

 
 
 
 

 

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