Zerstört und verlassen!

 
30.11.2017


 


Sie liegen im Licht des Sonnenuntergangs und warten einsam auf den nächsten Tag. Ruinen, die einst für beste Unterhaltung bei den Besuchern gesorgt haben, sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und warten auf den natürlichen Zerfall. Für die Betreiber ist es günstiger, als ein Abbau und somit bleibt nur die Erinnerung an bessere Zeiten.


Eines der wohl bekanntesten Beispiele liegt in New Orleans. Beim Hurrican Katrina im August 2015 gab es verheerende Zerstörungen im Freizeitpark "Six Flags New Orleans", dass aus wirtschaftlicher Sicht ein Wiederaufbau nicht ratsam wäre.



So steht die Ruine noch immer im Osten der amerikanischen Stadt New Orleans direkt an der Interstate10 und warten auf den Zerfall. Zwar gab es immer mal wieder Interessenten und Ideen, doch wurde keine bislang auch nur im Ansatz umgesetzt. Immerhin gibt es seit 2011 einen kleinen Lichtblick, denn Teile des Parks wurden zu Filmkulissen und so findet man z.B. Szenen in den Movies "Percy Jackson: Sea of Monsters" oder auch "Jurassic World". Ansonsten schützt die örtliche Polizei das Gelände vor unbefugtem Zutritt und vor Vandalismus.

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Auch bei uns in Deutschland gibt es ein recht bekanntes stillgelegtes Gelände. Der Spreepark in Berlin im Bezirk Treptow-Köpenick wurde 1969 erstmals eröffnet und erfreute jährlich rund 1,7 Millionen Besucher der damaligen DDR. Nach der Öffnung der Mauer wurde der Park auf westliche Bedürfnisse (so hieß es damals) umgebaut, bekam aber mehr und mehr wirtschaftliche Schwierigkeiten. die Besucherzahlen brachen ein, der Betreiber ging insolvent und so war im Jahr 2002 Ende mit der Berliner Herrlichkeit.



Besonders gruselig ist die Tatsache, dass sich das Riesenrad bei Wind noch immer dreht und weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Das Gelände wird allerdings rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewacht und so hat man keine Möglichkeit die zum großen Teil auch einsturzgefährdeten Gebäude aus der Nähe zu betrachten. Es ist aber ein wenig Hoffnung in Sicht, denn die landeseigene Grün Berlin GmbH hat den Park erworben und eigentlich sollten bereits Teile des Parks wiedereröffnet werden. So richtig daran glauben mag man allerdings nicht, zumal der Verfall des gesamten Bereichs schon so stark fortgeschritten ist, dass sich im Prinzip nur ein ganzheitlicher Abriss anbieten würde.

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Ein etwas unbekannteres Gelände ist das "Joyland" in Wichita, USA. Eigentlich kennt man den Namen nur aus dem Horrorbestseller von Stephen King  "Joyland", doch es gibt oder besser gab ihn wirklich. Bereits 1949 eröffnete der Freizeitpark mit dem Slogan "The Southwest´s Finest" in Kansas und erfreute sich knappe 55 Jahre großer Beliebtheit. 2006 wurde das Gelände dann geschlossen und seit dieser Zeit vegetiert es vor sich hin. Schilder weisen darauf hin, dass das Betreten verboten sei, doch nicht alle halten sich daran.



Offenbar ist es möglich, den verlassenen Park ohne große Schwierigkeiten zu betreten. Medientechnisch bekannt wurde dies vor ein paar Tagen, als ein 14-jähriges Mädchen ca. 4,5 Meter in die Tiefe fiel, als sie auf der Plattform des ehemaligen Log Rides ausrutschte und dabei mittelschwere Verletzungen erlitt.



Wirkliche Pläne gibt es für das Joyland derzeit noch nicht. Die Besitzer des Geländes gaben erst kürzlich wieder die Auskunft, dass es einfach zu teuer sei die vorhandenen Ride-Ruinen und die Gebäude abzubauen. Dennoch würden sie alles für die Sicherheit tun... ah ja...

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Aber es trifft nicht nur ganze Parks. Auch einzelne Rides werden mancher Orts einfach stillgelegt und es ist nicht sicher, auf was man wirklich wartet. Neue Ideen, natürlicher Verfall oder vielleicht glaubt man einfach es renoviert sich von ganz allein. Bei einem Besuch im legendären Six Flags Magic Mountain in Santa Clarita, Kalifornien, waren wir mehr als entsetzt. Neben der außer Betrieb gesetzten Holzachterbahn "Apocalypse" war die Wasserbahn "Log Jammer" verwarlost und unbeachtet. Der Wasserride eröffnete im Jahr 1971 und wurde am 31. Oktober 2011 geschlossen.

Einige Bereiche wurden abgebaut und es wurde Platz für den neuen Coaster "Full Throttle" gemacht, doch konnte man noch immer Fahrinnen mit leichtem Wasserstand und jeder Menge Moos entdecken. Alles spricht dafür, dass man hier schon lange Zeit nicht mehr aktiv war und ob es jemals abgebaut wird... wer weiß das schon.

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Es gibt unzählige Beispiele weltweit und vermutlich kommen Jahr für Jahr neue Parks dazu. Einige werden übernommen, andere bleiben einfach liegen und niemand fühlt sich so recht verantwortlich. Oftmals ist es die Insolvenz des Betreibers, die einen Abbau unmöglich macht... aber manchmal war es auch eine Naturgewalt, die den Park zur endgültigen Schließlung gewungen hat.

Zum Abschluss noch ein Video mit den 10 gruseligsten verlassen Freizeitparks der Welt:






 
 
 
Quelle: Internetrecherche
Text: CJG Marco
Bilder: CJG, Patrick Pelletier, Wikipedia
Videos: YouTube - jeweilige Channelbertreiber

 
 
 
 

 

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